Pressemeldungen

Gewinner!

NDZ-Artikel 25.04.2026

Demokratie-Preis für Fußballmuseum

Von Springe in den Reichstag:
Ein Holzpfahl begeistert die SPD-Fraktion

Zwölf Begriffe rund um das Thema Demokratie laden zum Nachdenken und Diskutieren ein.

Für diesen Demokratie-Wegweiser hat das Fußball-Museum Springe einen Preis gewonnen.

Quelle: Fußballmuseum

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Das singen Fußballfans, wenn ihr Verein ins DFB-Pokalfinale eingezogen ist. Auch das Fußballmuseum Springe war jetzt in die Hauptstadt eingeladen – und kam zwar nicht mit einem Pokal, aber mit einer Urkunde und einem Scheck zurück. Der Grund für die Auszeichnung blieb dagegen in Berlin.

Jan-Erik Bertram

25.04.2026, 14:01 Uhr

Springe. Jedes Jahr vergibt die SPD-Bundestagsfraktion den Otto-Wels-Preis. Im Gedenken an den Sozialdemokraten, der 1933 mutig im Reichstag für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit eingetreten ist, belohnt die Partei damit das Engagement von Jugendlichen, die sich „mit Mut, Kreativität und Haltung für eine gerechte, offene und solidarische Gesellschaft engagieren“, wie es auf der Internetseite der Fraktion heißt. Das Motto in diesem Jahr: „#MachDenUnterschied: Haltung zeigen!“

Nominiert war in diesem Jahr auch die Sportsammlung Saloga, der Trägerverein des Fußballmuseums. Der hat mittlerweile eine Jugendabteilung – überwiegend Schüler der hannoverschen Sophienschule, wo der Vereinsvorsitzende Dirk Schröder unterrichtet, die nicht nur Führungen im Museum übernehmen, sondern auch Projekte zur Demokratiebildung mit anderen Jugendlichen begleiten.

Kreative Projekte zur Förderung von Demokratie

Darauf liegt mittlerweile einer der Schwerpunkte der Museumsarbeit: über den Fußball ins Gespräch kommen und so eine Basis für Demokratie-Projekte schaffen. Eins davon haben die Jugendlichen im vorigen Jahr mit Inklusionsschülern der Sophienschule auf die Beine gestellt: einen Inklusionswegweiser.

An einen 2,50 Meter hohen Holzpfahl wurden zwölf Aluschilder mit Demokratiebegriffen montiert: Freiheit etwa, Gleichheit, Grundrechte, Toleranz oder Respekt. Die Begriffe wurden nach einer Diskussion in einem Workshop ausgewählt. Dabei wurde auch diskutiert, wie der Demokratie-Wegweiser genutzt werden soll.

Es hat uns fasziniert, wie einfach man eigentlich auch mit wildfremden Menschen über Demokratie ins Gespräch kommen kann.

Bewerbung des Fußballmuseums für den Otto-Wels-Preis

Ergebnis: Er wird an verschiedenen Orten in der Region Hannover aufgestellt, zumeist unangekündigt, und dient als Einladung, über Demokratie ins Gespräch zu kommen. So stand er schon im Fußballmuseum, Wald, auf einem Supermarkt-Parkplatz. „Tollste Erfahrung war bisher das Aufstellen des Demokratie-Wegweisers bei einem Fußball-Inklusionsturnier. Der Wegweiser war das Fotomotiv schlechthin, mit dem alle fotografiert werden wollten“, schreiben die Jugendlichen in ihrer Bewerbung für den Otto-Wels-Preis.

Und: „Es hat uns fasziniert, wie einfach man eigentlich auch mit wildfremden Menschen über Demokratie ins Gespräch kommen kann, wenn unser Demokratie-Wegweiser den Anschub dafür gibt.“

Erfolg und Anerkennung für das Fußballmuseum

Die Jury war überzeugt. Das Fußballmuseum gehörte zu den acht Finalisten, die zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen wurden – und zu den dreien, die ausgezeichnet wurden. 1600 Euro Preisgeld gab es – und viel Lob.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch (r.) übergibt den Otto-Wels-Preis

an Emilie Bauer (v. r.), Peter Leineweber und Dirk Schröder vom Fußballmuseum Springe.

Quelle: Büro Matthias Miersch

„Die Idee, demokratische Werte sichtbar in den öffentlichen Raum zu bringen, ist großartig. Besonders beeindruckend ist, dass dieses Projekt aus einem kleinen Sportverein heraus entstanden ist. Junge Menschen zeigen hier ganz konkret, wie demokratische Beteiligung gelebt werden kann und setzen darüber hinaus ein echtes Zeichen für Inklusion“, sagte der heimische Abgeordnete und SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch in seiner Laudatio.

Der Demokratie-Wegweiser bleibt im Berliner Reichstag. Dirk Schröder,

den Vorsitzenden des Fußballmuseums Springe freut’s.

Quelle: Fußballmuseum

Die Idee, den Demokratie-Wegweiser an verschiedenen Orten aufzustellen, ist durch die Auszeichnung vorerst jedoch auf Eis gelegt. Denn die SPD-Fraktion war von dem Wegweiser so begeistert, dass sie ihn dem Fußballmuseum kurzerhand abkaufte. „Er steht jetzt im Otto-Wels-Saal im Reichstag, dem Fraktionssaal der SPD“, sagt Dirk Schröder, der Vorsitzende des Fußballmuseums. „Wir müssen erstmal einen neuen bauen.“

Das plant das Fußballmuseum als Nächstes in Springe

Das Fußballmuseum in der „Roten Schule“ in Springe ist auf Anfrage für Führungen geöffnet. Zur WM sind in Springe einige Aktionen geplant, verrät Schröder. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing soll es etwa eine Stadtrallye geben. Und zum WM-Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni beteiligt sich das Museum an den Jubiläumsfeiern der Klubheime des FC und der Handballfreunde Springe, die in diesem Jahr 40 Jahre alt werden.

NDZ

Große und super Überraschung! Die Jugendlichen unseres Vereins sind mit ihrer Projektidee „Demokratiewegweiser“ Gewinner des Otto-Wels-Preises für Demokratie der SPD-Bundestagsfraktion geworden. Im Reichstagsgebäude in Berlin fand im April 2026 die Preisverleihung statt. Die Spannung war groß, denn die acht Projekt-Finalisten hatten bis zuletzt keinen Schimmer, wer denn nun vom Bundestagsfraktionsvorsitzenden Dr. Matthias Miersch, als Gewinner ausgezeichnet werden würde. Riesenjubel brach unter unseren Jugendlichen und Vorsitzenden Dirk Schröder aus, als Laudator Miersch die Katze aus dem Sack ließ. Nicht nur das Konzept des inklusiven Ansatzes des Projektprozesses, das gemeinsam mit der Sophienschule Hannover umgesetzt wurde, überzeugte: Auch das Produkt: Der Demokratiewegweiser. Er steht ab jetzt im Otto-Wels-Saal der SPD-Bundestagsfraktion im Reichstag. Welch eine Ehre und Anerkennung für uns!

Auszüge der Laudatio von SPD-Chef Miersch

https://www.haz.de/lokales/umland/burgdorf/burgdorf-neue-ausstellung-zeigt-geschichte-von-fussballikone-diego-maradona-ZZCYPR2VFVDERFYMH2WFN46H6E.html

Dirk Schröder (re.) u. Sergio Siano Maradona-Ausstellung Burgdorf

IL Mattino/Neapel

Artist Sergio Siano u.
Kurator Dirk Schröder

Pfaffencup 2025

Am 6.3.25 trafen Pastorinnen und Pastoren aus Braunschweig und Hannover fußballerisch aufeinander. Kurz vor dem Niedersachsenderby Hannover 96 vs. Eintracht Braunschweig (08.03.25) nahmen sie das Derby im Rahmen des „Pfaffencups“ in der Lutherkirche Hannover vorweg. Mit dabei: Das Fußballmuseum Springe mit seinem Soccercourt, der in der Kirche aufgebaut wurde. Am Ende sprang im Zeichen von Fairplay, Spaß u. Gemeinschaft ein knapper, aber verdienter Sieg für die Hannover-Auswahl heraus. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete auf der Titelseite…

Orgel meets Fußball

Gemeindebrief St. Andreas 04/24

Völlig losgelöst!

Natürlich war das Spiel der Nationalelf das Wichtigste an diesem Fußballabend in St. Andreas, vor allem der Ausgang. 2:0 für Deutschland hieß zweimal frenetischer Jubel im Kirchenschiff. Den konnte dann auch die Orgel nicht mehr übertönen. Die war ja das Zweitwichtigste dabei: als spannungssteigernder Kommentator, als eintönige Überbrückung bei langen Pässen, als dissonanter Krachmacher bei Fouls, als augenzwinkerndes Hörspiel für alle, die eigentlich keine Orgelmusik mögen. Und schon gar nicht beim Fußballspiel. Deshalb und dennoch kamen gefühlte fünfhundert Leute auf ihre Kosten: weil sie der 23. Mitspieler war. „So intensiv habe ich noch nie ein Fußballspiel verfolgt!“ – „So schön klang die Nationalhymne noch nie!“ – „Und das in der Kirche!“ Das Fußballmuseum Springe hat in Kooperation mit dem St. Andreas-Team einen wahrhaft fulminanten Abend geschaffen, natürlich auch dank Freibier und leckerem Essen, aber vor allem mit Hilfe des Berliner Musikers Stephan von Bothmer. Kaum hatte er auf der Orgelbank Platz genommen, war er in kürzester Zeit mit den Stärken und Schwächen des Instruments vertraut, verfolgte das Spiel auf dem eigens installierten Bildschirm auf dem Notenpult der Orgel und arbeitete genauso mit Händen und Füßen wie die 22 Spieler auf dem Platz. Während Alt-Bundespräsident Christian Wulff am Originalspielort in Stuttgart war, hatte es sich seine Frau Bettina nicht nehmen lassen, nach Springe zu reisen: schließlich ist sie die Schirmherrin der geplanten Orgelsanierung. Und als solche konnte sie einen so hohen Spendenbetrag der dankbaren Besucherinnen und Besucher entgegennehmen, dass der Pokal fast voll war.

Hier einige Fotos zum Event…

Stephan v. Bothmer an der Orgel in der Kirche St. Andreas/Springe
Tosender Applaus …
…in der voll gefüllten Kirche
Bettina Wulff (li.) mit EM-Pokal u. den Organisatoren D. Schröder (mitte) sowie K. Müller-Rothe (re.)
Gefördert wurde das Event von der Nds. Lotto-Sport-Stiftung, der Region Hannover und der Stadt Springe.

Hier geht´s zum Video.

Sportsammlung Saloga feiert 20. Geburtstag

Ungewöhnliches Event
Fußball-EM mit Orgelmusik: Deutschland gegen Ungarn live in der Kirche
St. Andreas
In Zeiten des Stummfilms gehörten Orgeln zum guten Ton im Kino. Aber Orgelmusik zum Fußball-EM-Spiel? Diese ungewöhnliche Kombination gibt es am Mittwoch, 19. Juni, in Springe zu erleben.


Autorin: Annegret Brinkmann-Thies
Neue Deister Zeitung 03.06.2024

Dirk Schröder (links) hält eine Replik des Champions-League-Pokals in den Händen,
Dieter Gabriel die Nachbildung des DFB-Pokals. Beide organisieren die EM-Aktion


Springe. Die Sportsammlung Saloga (Fußballmuseum Springe) feiert in diesen Tagen den 20. Geburtstag. Und macht allen Springer Fußballfans im EM-Jahr ein besonderes Geschenk: Neben einer Feier mit geladenen Gästen zum EM-Auftakt-Spiel am 14. Juni wird wenige Tage später das zweite Gruppenspiel – Deutschland gegen Ungarn – live in der St. Andreas-Kirche übertragen.
Das Besondere: An der Klais-Orgel spielt passend dazu der Berliner Pianist und Komponist Carsten-Stephan Graf von Bothmer. Der Eintritt zu diesem Event am Mittwoch, ab 18 Uhr ist frei.
„Das ist eine Premiere in Springe“, freut sich der Vorsitzende des Fußballmuseums Dirk Schröder. Und sein Stellvertreter Dieter Gabriel ergänzt: Dass ein EM-Spiel live musikalisch interpretiert wird, habe es wohl in Springe noch nicht gegeben.
An der Orgel sitzt der Berliner Komponist und Pianist Carsten-Stephan Graf von Bothmer, der nicht nur Filmmusik komponiert, sondern diese live und synchron zu Filmen zu spielen vermag. Beim
Fußball-Event das Spiel der gegnerischen Mannschaft musikalisch zu interpretieren, dürfte auch für Musikfans ein spannendes Erlebnis werden – und vom Organisten viel Improvisationstalent erfordern.
Das Spiel wird um 18 Uhr angepfiffen. Bereits um 17 Uhr sind Fußballfans aber in der Andreaskirche willkommen. Sie können sich dort mit dem von allen teilnehmenden Mannschaften heiß begehrten EM-Pokal vor einer Pressewand ablichten lassen. „Der Pokal ist natürlich nicht echt“, sagt Schröder mit einem Schmunzeln.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der St.-Andreas-Gemeinde ausgerichtet, so Schröder. Wer kommt, muss keinen Eintritt zahlen. Spenden sind aber willkommen und fließen direkt in die geplante Sanierung der Klais-Orgel. Auch für Getränke und einen Imbiss wird seitens der Andreas-Gemeinde an diesem Abend gesorgt.
Bereits am Freitag, 14. Juni, ab 18 Uhr, feiert das Fußballmuseum gemeinsam mit seinem langjährigen Kooperationspartner, der Per-Mertesacker-Stiftung, seinen runden Geburtstag mit geladenen Gästen im Springer FC-Heim. Der Termin ist mit Bedacht gewählt, so Gabriel. Denn die Geburtstagsfeier soll nicht nur ein Abend voller Erinnerungen und des Austausches werden. Im Mittelpunkt steht natürlich das Auftaktspiel der EM: Deutschland gegen Schottland, das um 21 Uhr angepfiffen und per Beamer live übertragen wird.
Musikalisch umrahmt wird der Abend – passend zum ersten EM-Gegner der Deutschen – mit einem Dudelsackspieler. Zudem werden die Musiker Ossy Pfeifer und Anca Graterol einige Stücke singen, unter anderem den Hannover-96-Kult-Song „Alte Liebe“.
Als Gast zu dieser Geburtstagsfeier des Vereins Sportsammlung Saloga wäre auch gerne Per Mertesacker persönlich gekommen, erzählt Schröder. Er ist allerdings vom ZDF als Experte für die EM-Übertragungen gebucht und könne deshalb an diesem Abend nicht in Springe sein.
Im Rahmen dieser Geburtstagsfeier wird auch die neue Jubiläums-Wanderausstellung „Kleines Fußball-ABC“ zu sehen sein. Nächster Termin für diese Ausstellung, für deren Präsentation der Verein eigens einen mobilen Soccer-Court gekauft hat, ist dann das Sommercamp der Mertesacker-Stiftung.

Lange Nacht des Grundgesetzes

NFV-Journal 09/2024

Urkunde vom Ministerpräsidenten

Hannover, Januar 2024. Der nds. Ministerpräsident Stephan Weil überreicht Dankes-Urkunde

Essen, Mai 2023

Das Fußballmuseum Springe wird mit dem Preis für Demokratie und Toleranz der Bundeszentrale für politsche Bildung ausgezeichnet. Für das Erfinden und die Realisation des FUBATHON nahm der 1. Vorsitzende Dirk Schröder im Rahmen eines Festaktes in Essen die Preisträger-Urkunde entgegen. Mit von der Partie der Kooperationspartner, die Per Mertesacker Stiftung, in Person von Marcus Olm.

Dirk Schröder (li.) und Marcus Olm

DEWEZET 04/2023

  • Museum in Springe ist ein wohltuender Kontrast zum aalglatten Fußballgeschäft. Ein Besuch.

    Springe. Fußballmuseen gibt es mittlerweile einige in Deutschland. Das Fußballmuseum in Springe aber ist ein besonderes. Zum einen ist es älter als die meisten anderen, zum anderen ist es weniger Stars und ihren Trophäen gewidmet. Im Mittelpunkt steht hier: die Fußballverrücktheit und Sammelwut eines Fans.

    Dirk Schröder bringt es auf den Punkt: „Peter Saloga war ein Verrückter“, sagt er. Ein Vorwurf? Gar eine Beleidigung? Nein. Als Vorsitzender des Vereins „Sportsammlung Saloga“ investiert Schröder selbst schließlich viel Arbeit und Freizeit in den Nachlass dieses Verrückten, eines Fußballverrückten.

    Obwohl selbst kein Kicker, bestimmte der Fußball das Leben des Springers Peter Saloga. Er sammelte Trikots, Poster, Programmhefte, Wimpel, Schals, Zeitungsausschnitte – alles. Er nahm sogar noch die Bundesligakonferenz im Radio auf Audiokassetten auf. Am liebsten waren ihm Devotionalien seiner Lieblingsmannschaften, der Reds vom FC Liverpool und der Roten von Hannover 96. In ihren roten Trikots lief er auch im Alltag durch seine Heimatstadt am Deister.

    Saloga – gelernter Maurer, später Seefahrer, dann in einer Registratur angestellt – lebte für den Fußball, nahm weite Reisen für Spiele auf sich. Auf einem Foto ist er während der Weltmeisterschaft 1966 am Londoner Wembley-Stadion zu sehen. „Hannover 96“ steht auf Salogas selbst gemachtem Fanpullover.

    In den Kellerräumen seines Wohnhauses hortete Saloga über Jahrzehnte seine Fußballschätze. Zurecht fand sich in dem Wust nur der Sammler selbst. Anfang des Jahrtausends begann sich der „Oberfan“ angesichts gesundheitlicher Probleme, um seine Schätze zu sorgen. Er fand Mitstreiter, ein Verein wurde gegründet, das Dachgeschoss der Roten Schule, der ehemaligen Volksschule, als Sitz des neuen Museums hergerichtet.

    Springes damaliger Bürgermeister Jörg-Roger Hische gab den Anstoß, er holte Wilfried Liebhold, als Spieler und späteren Vereinsvorsitzenden eine Springer Fußballgröße, ins Boot oder genauer: ans Ruder. Auch sein heute amtierender Nachfolger als Vereinsvorsitzender, Dirk Schröder, stieß schon in der Anfangszeit hinzu. Viel ehrenamtliches Herzblut wurde investiert, Liebhold tat Geldgeber auf. Den Niedersächsischen Fußballverband zum Beispiel. Museum und Sammlung wuchsen.

    „Zu dieser Zeit war Peter Saloga noch volle Pulle dabei“, erinnert sich Liebhold an den „guten Fanatiker“, der auch mal zu Olympischen Spielen oder zum Tennisturnier nach Wimbledon pilgerte. Wenn nicht er, aber Bekannte reisten, knöpfte der Mann im roten Trikot sich diese vor: „Bring mir was mit!“ Saloga starb 2018, sein Vermächtnis blieb.

    Heute bietet das Museum auf 250 Quadratmetern ein wohltuendes Kontrastprogramm zum oft aalglatten Fußballgeschäft. „Wir wollten nicht, dass diese Atmosphäre eines verrückten Fans verloren geht“, sagt Dirk Schröder: Die Hobbykelleratmosphäre der 70er und 80er Jahre wurde in einem holzvertäfelten Raum mit Sitzbank und Tisch rekonstruiert. Ein Stuhl, von Saloga vollständig mit Fußball-Sammelbildern der Zeit beklebt, steht dort zum Beispiel – ein Stückchen Fankunst.

    Doch auch im herkömmlichem Sinne Museumswürdiges ist unter dem Dach der Roten Schule zu finden: Hannover 96 hat seinen eigenen Bereich, der Frauenfußball, die Sommermärchen-WM 2006, der Fußball in der DDR ebenso. Ein Ticket vom letzten Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft im Jahr 1963 ist zu finden: Dortmund gewann gegen Köln. Den Sitzplatz im Stuttgarter Neckarstadion gab es für 12 Mark. Ein Arsenal-London-Trikot von Per Mertesacker hat der Weltmeister aus Pattensen dem Museum zugespielt. Ein – modisch gewagter – orangefarbener Kampfrichteranzug von Olympia 1976 in Montreal ist zu sehen, ein Ankündigungsplakat wirbt für ein Aufstiegsspiel von Hannover 96: im Juni 1964 gegen Hessen Kassel. 96 wurde Erstligist. Nur einzelne Beispiele aus der gewaltigen Sammlung.

    Der Verein will aber mehr vermitteln, als nur die Gelegenheit, in Fußballnostalgie zu schwelgen: Es gehe um Werte, die Fußball transportieren könne, erklärt Lehrer Dirk Schröder: „Teamgeist, Fair Play, Zusammenhalt.“ Workshops mit bildungsbenachteiligten Jugendlichen werden auf die Beine gestellt, die von Studierenden der Sozial- und Sonderpädagogik der Uni Hannover begleitet und unterstützt werden.

    Nostalgisch mutete dann aber wieder eine Ausstellung im vergangenen Jahr an: In Kooperation mit der Katholischen Kirche und der Per-Mertesacker-Stiftung zeigte das Fußballmuseum in der hannoverschen Kirche St. Heinrich die Fotoausstellung „Maradona, der Göttliche?“ mit Bildern des italienischen Fotografen Sergio Siano.

    Auszeichnungen bekam das Fußballmuseum für seine Arbeit inzwischen so einige. Wer sagt denn, dass sich nur im Sport Titel holen lassen?

    Info: Fußballmuseum Springe – Sportsammlung Saloga, Hinter der Burg 1, Springe.

    Das Museum öffnet nach rechtzeitiger Anmeldung: Telefon oder Whatsapp (01 57) 71  43 0 4 54.
    Gruppen ab sechs Personen auf Anfrage.
    www.fussballmuseum-springe.de.

  • Fubathon Turnier 03-2023
    Deister Anzeiger vom 23-03-2023
  • Peter Saloga – Ein Fussball Fan
    Umkleide-Trikots-Schals

    Peter Saloga war mehr als ein Fußball-Fan. Der Mann aus Springe (Niedersachsen) hat alles zum Thema Fußball gesammelt, was ihm zwischen die Finger kam. Wohl mehr als 10.000 Exponate hat er im seinem Leben zusammengetragen. Aus tausenden Trikots, Fußballschuhen, Autogrammen, Eintrittskarten und Zeitungsartikeln wurde 2004 ein Fußballmuseum. In den vergangenen Jahren kamen noch viele weitere Ausstellungsstücke hinzu.

    Sat1 Beitrag vom 24.01.2023

  • Ausstellung „Maradona, der Göttliche?“

  • Eine Kirche für den Fussball Gott?
  • Fotoausstellung Maradonna

  • Maradonna – Kein Heiliger

  • Videobeiträge zur Maradonna Ausstellung

    HIER gehts zum SAT1 Filmbeitrag zur Maradona-Ausstellung

    HIER gehts zum NDR-Fernsehbeitrag zur Maradona-Ausstellung

    HIER gehts zum Radiobeitrag des Deutschlandfunks Kultur zur Maradona-Ausstellung

    HIER gehts zum NDR-Kultur Radiobeitrag zur Maradona-Ausstellung

  • Maradonna – The Divine?

  • Fußballmuseum und Sophienschule kicken für Kiew 11.03.22

    Fußballmuseum und Sophienschule Hannover Kicken für Kiew am 11.03.22. Offenes Soccercourtturnier für alle! 5min kicken = 1Euro. Ab 13.45 Uhr auf dem Gelände der Sophienschule Hannover. Alle Spenden gehen an die Ukraine-Hilfe.

    Update! Die Kicken für Kiew-Aktion hat über 500,- Euro an Spenden gebracht. Diese sind auf das ZDF Ukraine Hilfskonto eingezahlt worden. Danke an alle Beteiligten!